1
Nov
2009

Daddy

Lieber Papa, ich vermisse dich immer noch. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Es tut weh, es zerreisst mich innerlich. Aber wenn ich meine Augen schließe und ganz fest an dich denke, sehe ich dein lachendes Gesicht. Ich sehe einzelne Episoden aus unserem Leben. Wie wir gemeinsam Würfelpoker spielen. Wie du Krümel im Arm hälst. Wie du, glücklich wie ein kleines Kind, die Kerzen an deiner Geburtstagstorte ausbläst. Wie du fasziert mit dem Gameboy spielst. Wie du konzentriert über deinen Briefmarken sitzt...

Ich könnte diese Liste noch ewig weiterführen. Aber alles, was ich eigentlich sagen möchte, ist:
Ich vermisse dich.
In meinen Gedanken bist du immer bei mir.
Ein ganz besonderes Stück meines Herzens gehört immer dir.

Ich hab dich so lieb, Papa.

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26
Okt
2009

Könnte hinkommen ;)

Gelegentlich gebe ich mich der seichten Unterhaltung eines "Psycho-Tests" hin ;)
Und siehe da, dieser hier ist tatsächlich ziemlich zutreffend

Auswertung: Sie haben 28 Punkte
19 bis 35 Punkte
Der Ganzhirn-Typ (der Ausgeglichene) Der Ganzhirn-Typ ist zumeist unauffällig und bescheiden. Ihm gehen die extremeren Ausprägungen und die hervortretenden charakteristischen Eigenschaften der starken Hirnhälften-Betonung ab. Er ist kreativ, denn Kreativität entsteht immer beim Einsatz aller geistigen Möglichkeiten. Durch die Linkshirnaktivität beherrscht er logisches Denken, aber durch die Rechtshirnaktivität gibt es auch Raum für Visionen und räumliches Denken.


Und wer den Test ebenfalls machen möchte, bitte hier klicken

23
Okt
2009

Lieber Papa

Heute war es wiedermal so weit. Du hast Geburtstag. Aber weißt du was. Ich habe mir heute ganz bewußt Zeit genommen, an dich zu denken. Den Schmerz und die Trauer zuzulassen. Dich zu vermissen. Und mir zu wünschen, ich könnte den heutigen Tag mit dir verbringen, dein Lachen hören, das Blitzen in deinen Augen sehen.
Aber soll ich dir was verraten, Papa. Ich habe dein Lachen gehört, ganz leise, ganz tief in meiner Erinnerung. Und ich habe das Leuchten deiner Augen gesehen, tief drin in meinem Gedächtnis. Und ich habe gelächelt für dich, mit dir. Auch wenn Tränen dabei geflossen sind.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass du neben mir stehst, mir über die Wange streichst und mir zuflüsterst, dass du stolz bist auf mich. Und manchmal frage ich mich, ob du wirklich stolz wärst auf mich. Ich habe es endlich geschafft, mein Leben halbwegs in den Griff zu bekommen. Und gleichzeitig habe ich verstanden, dass ich dich nicht für immer festhalten kann. Dass ich mir bewußt Zeiten geben muß, in denen ich nur an dich denke und alle Gefühle zulasse. Und dann geht das Leben wieder weiter. Ohne dir. Und gleichzeitig mit dir. Denn in meinen Erinnerungen und in meinem Herzen bist du immer bei mir.

Und darum denke ich nun vor dem Schlafengehen noch einmal an dich. Ganz fest. Ganz bewußt.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Mit den schönen Erinnerungen, aber auch mit dem Gefühl des Vermissens.
Mit der Trauer, dass du nicht mehr bei uns bist, aber auch mit dem Gefühl des Dankes, dass wir so viele wunderbare Jahre mit dir hatten.

Ich wünsche dir alles Gute, Papa. Wir sehen uns wieder. Irgendwann. Irgendwo.

In Liebe, Kayla



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20
Okt
2009

Für Rumpel

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Nur für dich, lieber Rumpel - mein Kätzchen ;)

(Chaos im Hintergund bitte nicht beachten *unschuldig-guck)

17
Okt
2009

Irgendwie sinnlos

Die meisten Mütter kennen die Aussage "wenn du ein Kind daheim hast, ist putzen beinahe sinnlos". Einmal fertig mit putzen, liegen schon die nächsten Brösel herum, dort ein Saft-Fleck, da verschüttete Milch usw. usf.

Nun ist Krümel ja endgültig ein großes Mädchen geworden, beinahe schon erwachsen ;) Soll heißen, die Brösel, die Saft- und sonstigen Flecken halten sich eigentlich in Grenzen. Trotzdem ist putzen irgendwie sinnlos...

Warum? Weil wir eine Katze haben...

Kaum fertig mit staubwischen, staubsaugen, aufwaschen, liegen dort und da Katzenhaare, im Badezimmer liegt das Katzenstreu herum (wie auch immer sie das jedesmal schafft...).

Außerdem haben wir hier ein Staubmonster. Wirklich. Eindeutig. Eben fertig mit putzen, ist dort und da schon wieder Staub zu sehen.

Naja, was soll's. Heute ist Krümel wieder bei Kindsvater, Herzbube ist im Garten Papa helfen und ich bin alleine zuhause. Also werde ich wieder mal einen Großputz starten. Man gönnt sich ja sonst nix ;)

11
Okt
2009

Baby-Boom

Krümel, voller Überzeugung: "Herzbube, ich will dass du mir ein Baby machst"

???

Sie meinte damit, dass er mir ein Baby machen, sprich ihr ein Geschwisterchen machen soll :D
Momentan ist Krümel besessen von dem Gedanken, ein Geschwisterchen zu bekommen.

Krümel, übersprudelnd vor Begeisterung:"Wenn meine Schwester etwas größer wird, muß sie auf´s Töpfchen gehen, und das müssen wir dann ausleeren für sie, und wenn sie noch größer wird, muß ich ihr lernen, wie man auf´s Klo geht und dann geht sie auch in den Kindergarten..."

Ach Krümel, auf deine Schwester oder deinen Bruder wirst du wohl noch einige (laaange) Zeit warten müssen. Aber es ist einfach niedlich, wenn sie auch ohne Baby die große Schwester raushängen läßt ;)

5
Okt
2009

Nah am Wasser

Seit einiger Zeit bin ich ziemlich nah am Wasser gebaut - was sehr untypisch für mich ist, da ich zwar sehr leicht mit anderen (auch fremden) Menschen mitfühle, allerdings dauert es bei mir seeehr lange, bis wirklich Tränen fliessen...

In der letzten Zeit ist das aber anders. Nach (wiedermal) erfolgreicher Verdrängung und damit einhergehender Verwunderung, warum das so ist nun die Erkenntnis, die mich (auch wiedermal) wie ein Hammerschlag traf: Papa hat bald Geburtstag. Papa hat bald Sterbetag.

Aber dieses Mal werde ich diese beiden Daten nicht wieder von mir schieben um dann am Abend des 1. Novembers zusammenzubrechen. Diesmal werde ich die Trauer und den Verlust bewußt zulassen. Allein, anders kann ich es noch nicht. Nein, stimmt nicht ganz. Nicht allein. Hier.

So viele Erinnerungen stürmen wieder auf mich ein. So viele Gefühle, so viele Emotionen. Ich kann mich noch erinnern, als die Ärzte meinem Papa nur noch ein paar Wochen gaben, aber er voller Überzeugung meinte, er würde Krümels ersten Geburtstag noch erleben. Und das hat er auch. Manchmal glaube ich, dass Krümel der oder einer der Gründe war, dass mein Papa so lange durchgehalten hat.

Und dann noch sein 60. Geburtstag. Am 23. Oktober. Auch dieser Tag rückt immer näher.

Es macht mich so oft traurig, dass mein Papa so vieles nicht mehr miterleben konnte und kann. Krümels ersten Kindergartentag. Krümels ersten Schultag. Krümels erste bewußte Weihnachten. Krümels erster Zahnverlust.
Er hätte sich auch mit Herzbube gut verstanden.

Heuer wird es vermutlich doppelt schwer für mich. Herzbube hat am 1. November Geburtstag. Papa hat am 1. November Sterbetag.

Er fehlt mir. Immer noch. Immer. Der Verlust schmerzt, pocht in mir, mal mehr, mal weniger. Aber Papa ist immer da. In meinen Gedanken. In meinem Herzen. In meinen Erinnerungen. Ich fange an, den Verlust und den Schmerz zu verarbeiten. Spät, aber ich fange an damit. Ich lasse Papa los, in die andere Welt, Stück für Stück. Um nur noch die Erinnerungen festzuhalten, die Gedanken an ihn, die stummen Gespräche.

Tag für Tag lächelt mich sein Foto an. Tag für Tag stirbt ein Stück von mir mit ihm. Aber Tag für Tag lächelt ein anderer Teil von mir zurück, lebt für ihn, mit ihm. Erzählt ihm in Gedanken was alles passiert ist, die Ängste, die Sorgen, die Freuden, das Glück. Papa wird immer bei mir sein, immer ein Teil von mir sein. Das Loslassen tut weh, doch das Festhalten noch mehr.

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1
Okt
2009

Faszinierend

Heute hatten wir wiedermal einen Zahnarzt Termin. Kann sich noch jemand an unsere Probleme diesbezüglich erinnern? Bzw. hatten wir die Probleme ja hauptsächlich beim Ohrenarzt, aber es artete am Schluss ja zu einer regelrechten Arztphobie aus...

Also haben wir vor einiger Zeit beschlossen (ich bin nicht sicher, ob ich es hier erzählt habe, also die Zusammenfassung...), dass wir gemeinsam mit einer Kindergartenfreundin zum Arzt gehen. Beim ersten Mal einfach nur Gucken und den Arzt kennenlernen (der natürlich vorgewarnt war). Beim zweiten Mal dann einmal Mund aufmachen und Zähnchen zeigen. Heute war die erste "richtige" Untersuchung. Krümel hat nämlich zwei neue Zähne, die (meiner Meinung nach) extrem weit hinten herausgekommen sind. Sicherheitshalber also kontrollieren lassen.

Der Zahnarzt kam auf Krümel zu und meinte sie solle ihm mal die Zähne zeigen. Hilfreich ist hier auch, dass sie nicht im Behandlungsstuhl Platz nehmen muss, sondern stehen bleiben darf. So fühlt sie sich sichtlich wohler. Also brav den Mund aufgemacht und die Zähne hergezeigt. Der Zahnarzt meinte, dass hier eindeutig eine Fehlstellung ist, aber wir jetzt noch nicht eingreifen sollten. Wußte jemand von euch, dass bei Mädchen das Kiefer ziemlich genau solange wächst, bis die erste Monatsblutung eintritt? Also ich war ganz erstaunt von dieser Info. Gut, auf jeden Fall werden wir einfach öfter Kontrollen machen (also ca. alle 3-4 Monate), aber vorläufig eben keinen Eingriff.

Faszinierend war dann zu beobachten, als der andere Zahnarzt kam und auch mal Krümel´s Zähne sehen wollte. Tränen traten in die Augen und der Mund wurde verschlossen - fest verschlossen. Kaum war wieder der Arzt ihrer Wahl da und bat sie, ihm noch einmal die Zähne zu zeigen, hat sie bereitwillig den Mund aufgemacht.

Das heißt, wir brauchen viiiiel Geduld bei der Auswahl unserer Ärzte. Aber soll mal nichts schlimmeres passieren ;)

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