23
Jun
2009

Endgültiges Ende der Schuld

Seit der Trennung von meinem Exmann habe ich sehr oft darüber nachgedacht, wer von uns was falsch gemacht hat. Es gab immer wieder Zeiten in denen ich abwechselnd mir und ihm die alleinige Schuld gab. Klar, an einer Trennung ist selten einer alleine schuld, aber trotzdem habe ich mir oft genug meine Gedanken gemacht (und wer meinen alten Blog kennt, weiß, dass ich mir auch vor der Trennung oft genug Gedanken darüber gemacht habe).

Letztens hat eine Freundin von mir einen Satz fallen lassen, der mich wieder sehr nachdenklich gestimmt hat. "Du bist jetzt wieder so wie früher, lachst mehr, bist offener und viel lustiger" Und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es ist eigentlich genau das, was ich während der Trennung immer wieder gemerkt bzw. auch angesprochen habe und doch nie wirklich an mich rangelassen hatte. Es ist das, was meine Oma schon von anfang an wußte (aber natürlich nie ausgesprochen hatte - ich hätte es ohnehin nicht hören wollen). Wir haben einfach nie zusammen gepaßt. Wir sind wie Wasser und Feuer - wir kommen aus zwei Welten, sind total gegensätzlich und konnten uns einfach nie in der Mitte treffen. Ich habe mich in den Jahren immer mehr verändert für ihn, wurde immer ruhiger, immer zurückgezogener, immer weniger gesellig. Es gab kaum gemeinsame Freunde, Unternehmungen mit Freunden ohnehin nicht (und wenn, dann maximal "saufen gehen").

Und gerade jetzt, wo ich genau das mit meinem neuen Lebensgefähren erfahre, die gemeinsamen Freunde, die Unternehmungen (mit und ohne Krümel), der gemeinsame Spaß aber auch die Abende die wir "alleine" verbringen - all das, was mir in der Ehe gefehlt hat - gerade jetzt kann ich endgültig mit meinem Ex und vorallem mit den Schuldzuweisungen abschließen. Jetzt kann ich anders umgehen mit ihm, ruhiger, ausgeglichener. Wir haben beide Schuld daran - und doch gleichzeitig keiner von uns. Wir haben einfach nie gesehen - oder wollten nie sehen - dass wir schlicht und ergreifend nicht zusammenpassen. Es tut mir manchmal immer noch für Krümel weh, dass sie die Trennung und Scheidung mitmachen mußte. Aber sie hat guten Kontakt zu ihrem Vater und sie ist trotzallem ein glückliches Kind. Sie versteht sich blendend mit Herzbube (nennt ihn in letzter Zeit auch immer öfter Papa oder zweiter Papa). Gelegentlich fragt sie noch nach,warum denn Mama und Papa nicht mehr zusammen sind und warum die Mama nicht mehr in den Papa verliebt ist. Aber sie hat es gut verkraftet und wenn wir es weiterhin schaffen, so normal miteinander umzugehen, wie in der letzten Zeit, dann wird sich daran wohl auch nichts ändern.

Ich habe also wieder einen Ballast abgeworfen. Ich habe mit den Selbstvorwürfen, Krümel den Vater genommen zu haben, aufgehört. Und auch mit den Schuldzuweisungen. Ich habe gelernt, mit Herrn Kindsvater auf einer recht guten Ebenen klarzukommen - und mir gegebenenfalls meinen Teil einfach nur zu denken. Wobei man hier auch erwähnen muß, dass auch er sich positiv verändert hat (ich habe die starke Vermutung, dass seine Mutter ein Wörtchen mit ihm geredet hat...), Vereinbarungen einhält und doch so einiges unternimmt mit Krümel. Es wendet sich also Stück für Stück alles zum Guten :)

7
Jun
2009

Am Friedhof

Lieber Papa,

gestern habe ich es endlich geschafft, nachdem ich es mir ca. 4 lange Jahre vorgenommen habe, auf den Friedhof zu gehen. Und als ich dort an deinem Grab stand, da merkte ich wiedermal: Zeit heilt keine Wunden, sie lehrt uns bloß damit zu leben. Nein, das ist nicht ganz richtig, die Wunden heilen wohl, doch es bleiben Narben. Große und kleine. Und wie es so ist bei Narben, spürt man sie manchmal tage- oder gar wochenlang nicht, nur um dann den Schmerz noch intensiver wahrzunehmen. Genauso ging es mir gestern. Das einzige, was mich auf den Beinen gehalten hat, war Krümel neben mir. Also lächelte ich für sie, stellte die Blumen hin, zündete kurz die Kerze an um zuzusehen, wie sie im Wind sehr schnell wieder ausging. Danach kurz innehalten um dann die Flucht anzutreten...
...denn alles in mir wollte den Schmerz hinausschreien, die Ungerechtigkeit, dass du nicht mehr bei uns sein kannst, innerlich schlug ich um mich, weinte, schrie, verzweifelte. Innerlich zerbrach ich immer und immer wieder solange ich dort stand. Dort. Vor diesem Stein, der mir nur zu real zeigt, dass du nie wieder kommst. Dort. Wo es endgültig endet. Dort. Wo man nichts mehr vergessen und verdrängen kann.

Ja, lieber Papa, darum war ich solange nicht mehr an deinem Grab. Weil ich noch immer nicht bereit bin anzunehmen, dass du für immer gegangen bist. Weil ich dort den Schmerz und die Verzweiflung am Stärksten spüre. Ich habe immer behauptet, ich würde nicht auf den Friedhof gehen, weil ich mit diesen kalten, gefühllosen Steinen nichts anfangen kann. Weil ich dort keine Verbindung zu dir habe. Doch das ist nicht wahr. Das habe ich bloß für mich (und vielleicht auch für die anderen) als Ausrede benutzt um nicht dorthin zu müssen. Gerade dort holt mich die Realität so unausweichlich und erbarmungslos ein. Gerade dort kann ich meine Gedanken, meine Gefühle durch nichts ablenken.

Ich sollte wohl das nächste Mal alleine kommen. Ich sollte alleine dort stehen und die Tränen und den Schmerz hinauslassen. Ich sollte...

Ja, ich sollte... ich sollte lernen, meine Gefühle nicht immer so sehr zu unterdrücken. Vielleicht sollte ich den Schmerz hinausschreien. Die Trauer, die Wut, die Verzweiflung zulassen. Doch hundert Gründe fallen mir ein, warum ich es immer und immer wieder unterdrücken muß. Allen voran Krümel. Ich muß doch da sein für sie, stark sein für sie, funktionieren für sie. Ich muß... ich sollte... ich könnte...

Papa, du fehlst mir einfach immer noch unglaublich. Tage- manchmal sogar wochenlang spüre ich nichts von diesem Schmerz. Doch nun ist er wieder da. Und jedesmal wenn er wiederkehrt, glaube ich an all den ungeweinten Tränen zu ersticken. An all den lautlosen Schreien. An der unterdrückten Wut. Selbst jetzt. Ich spüre die Tränen aufsteigen und drücke sie mit aller Macht zurück. Ich spüre die Schreie, die Wut, die Verzweiflung. Und kann sie doch nicht herauslassen.

Und jedesmal denke ich daran, dass du bloß vorausgegangen bist. Voraus in eine Welt, in der du keine Schmerzen mehr hast. Voraus in eine Welt, in der wir uns eines Tages wiedersehen werden. Dieser Gedanke tröstet mich ein wenig, Papa, aber der Schmerz bleibt. Du fehlst mir. Tag für Tag. Und so wird es wohl auch immer sein...

27
Mai
2009

Stöckchen geklaut

geklaut bei Lillyfee

Komische Fragen


Wie alt wirst du in drei Monaten sein?
26

Denkst Du, Du wirst bis dahin verheiratet sein?
Das bezweifle ich sehr stark

Was ist zurzeit dein Klingelton?
ich habe für verschiedene Leute verschiedene Klingeltöne - unter anderem das Lied "Rebecca" aus dem gleichnamigen Musical, und "The Imperial March" und "The Kraken" - klar soweit ;)

In wie vielen Städten hast du bisher gelebt?
nur in Wien

Bevorzugst Du in Schuhen herumzulaufen, auf Socken oder barfuß?
kommt ganz darauf an - wo ich bin und wie warm es ist

Was ist deine Lieblingseiscreme?
Haselnuss

Hast du eine bestimmte Art und Weise, wie du im Bett schläfst?
Ja, meistens seitlich

Bist du eine laute Person?
Öhm... ich tendiere eher zu ja *unschuldig-guck*

Wie alt bist du?
26

Kannst du Poker?
Würfelpoker ja - mit Karten, naja, halbwegs

Schon mal jemanden geküsst, deren oder dessen Name mit “D” anfängt?
Ja

Würdest du deine Nase piercen lassen?
Sogar sehr gerne - vielleicht kommt das ja noch ;)

Bist du neugierig?
Ne, höchstens wissbegierig *gg*

Kennst du eine, die schwanger ist?
Ja

Würdest du ohne deine Eltern zurecht kommen?
Klar - aber ich hoffe doch, dass mir meine Mama trotzdem noch lange erhalten bleibt

Letzter Film, den du gesehen hast?
Im Kino: X-Men Origins - Wolverine
Auf DVD: Total Recall

Ist es in der Regel einfach für andere, dich zum Lachen zu bringen?
Meistens ja - manchmal zu leicht ;)

Was hast du zuletzt in deinen Mund geschoben?
Hmmm... eine Zigarette...

Wer hat zuletzt für dich gekocht?
Mama, letzten Samstag... mmmh...

Wer hat dich zuletzt angerufen?
Schnuffel

Liest du den Sportteil der Zeitung?
Nur wenn mir extrem langweilig ist

Hast du eine gute Beziehung zu deinem Bruder/Schwester?
Zum Glück, ja

Was für Bilder hängen in deinem Zimmer?
Puhhh... im Schlafzimmer garkeine... im Wohnzimmer viel zu viele um die hier aufzuzählen

Wie siehst du aus: wie Mama oder Papa?
eher Mama

Wenn du für den Rest deines Lebens nur noch ein einziges Getränk zu dir nehmen dürftest, welches wäre das?
vermutlich Kaffee... oder Cola light

Was liegt rechts neben dir?
mein Handy und meine Zigaretten

Schon mal irgendwo ins Wasser gefallen?
Könnte mich nicht daran erinnern

Erste Konzerterfahrung

Ich habe hier ja von meinem neuen Nebenjob berichtet. Nun muß ich endlich mal einen ausführlichen Bericht nachreichen ;)

Den Job habe ich durch eine Freundin bekommen, die im Catering-Bereich arbeitet. Sie hat mich gefragt, ob das was wäre für mich. Ich habe in diesem Bereich keinerlei Erfahrung, aber kellnern hat mir immer schon Spaß gemacht (das hab ich mal Just for Fun als 15-jährige gemacht, aber wirklich nur nach Lust und Laune und in ganz kleinem Rahmen). Also dachte ich mir, probier ich es einfach mal, wenn es mir nicht gefällt oder ich mich extrem blöd anstelle dabei, dann war es eben eine neue Erfahrung ;)

Letzten Donnerstag (Christi Himmelfahrt ist ja ein Feiertag bei uns - ist das eigentlich in Deutschland auch so???) war ich also das erste Mal dabei. Einsatz war ein Fußball-Match (ja, Rapid-Mattersburg für die Informierten unter uns *lach*). Ich wurde beim Essen eingeteilt. Genau davor hatte ich eigentlich Bammel. Aber ich habe festgestellt, dass es absolut keine Kunst ist, ein paar (ok, ein paar seeehr viele) Hotdogs zu machen. Es war stressig, aber es hat auch viel Spaß gemacht. Und es ist ein netter Kontrast zu meinem doch sehr trockenen Bürojob.

Am Sonntag war dann große Premiere bei einem Konzert (AC/DC für die Neugierigen *gg*). Davon bin ich immer noch fix und foxi. Um 15:00 Dienstbeginn und um 2:00 Dienstschluss - 11 Stunden (stehend) arbeiten bin ich einfach nicht gewohnt *groggy-bin*. Es war extremst stressig, teilweise war ich ehrlich ein wenig am verzweifeln. Anfangs war ich als Läuferin eingeteilt, sprich ich habe vor dem Stadion Getränke verkauft. Während dem Konzert war ich dann aber drinnen in der Kantine, anfangs beim Essen (juhuu, damit kenne ich mich ja schon aus *lach*), dann wurde ich allerdings in die Kassa gestossen - was noch nicht so das Problem gewesen wäre, wenn uns nicht drei Zapfer abhanden gekommen wären. Somit musste ich auch noch Bier zapfen - was für eine Anfängerin im ärgsten Stress doch ziemlich schwierig ist. Aber es hat trotzallem Spaß gemacht und soweit ich es mit meiner Arbeit vereinbaren kann, würde ich es sofort wieder machen. Nächste Chance wäre dann bei Bruce Springsteen *freu*. Obwohl ich von der Musik ohnehin nicht viel mitbekommen habe - was ich bei Bruce Springsteen sehr schade finden würde.

Und nachdem ich bei diesem Job nicht mal schlecht verdiene werde ich wohl solange wie möglich dabei bleiben. Vielleicht komme ich sogar oft genug zum Einsatz, dass ich mir den 30-Stunden-Job erspare. Wäre toll, dann könnte ich in der Firma bleiben wo ich jetzt (sehr glücklich) bin und das eben nebenbei machen. Wie gesagt, man verdient da nicht schlecht, also wäre das eine perfekte Alternative. Und das Schöne ist, dass ich die Einsätze auch ablehnen kann. Wenn ich also keinen Babysitter für die Zeit finde, oder es mir zeitlich einfach nicht einteilen kann, dann bin ich eben einmal nicht dabei. Aber gut, ich werde ja sehen, wie es sich in dem einen Jahr entwickelt. Jetzt freue ich mich einfach mal über das zusätzliche Geld ;)

24
Mai
2009

Ja, auch hier ist noch wer ;)

Momentan irgendwie nicht wirklich Lust zu bloggen. Oder auch nicht wirklich Zeit, wie man´s nimmt.

Aber es gibt ein paar Erfolgsmeldungen, die ich doch mal kurz hier vermerken möchte ;)

1.) Herr Kindsvater scheint sich endlich zu beruhigen, bzw. einzusehen, dass es in erster Linie um Krümel gehen sollte und nicht um uns. Also war Krümel von Mittwoch Abend (Donnerstag war ja ein Feiertag) bis Freitag Nachmittag bei ihm. Keine Probleme beim heimbringen, kein übermäßiges Gezicke, garnichts *freu*. Und nächste Woche (Pfingsten) ist Krümel von Freitag bis Montag bei ihm, ab dann wieder jedes zweite Wochenende. Wir reden auch wiedermal normal miteinander. Entspannung in Sicht.

2.) Ich hab endlich einen Job, wo ich zusätzlich verdienen kann! Catering, bei Fußballmatches und Konzerten. Donnerstag hatte ich den ersten Tag bei einem Match, hat mir sehr gut gefallen. Ungewohnt für mich, etwas stressig, aber es hat auch sehr Spaß gemacht. Und scheinbar habe ich mich auch nicht allzu blöd angestellt, da ich heute bei einem Konzert mitmachen darf. Bin schon gespannt wie das dort ist.

Alles in Allem sind wir also etwas gestresst derzeit, aber es geht uns soweit gut. Geht wiedermal bergauf. Hoffen wir einfach, das dieser Kurs bleibt ;)

7
Mai
2009

Emotionale Überreaktion? Lesermeinungen gefragt =0

Gestern telefoniere ich mit Herrn Kindsvater...
Er: "Warum bist denn so schnippisch?"
Ich (in Gedanken): "Weil du ein Idiot bist... weil du mich zur Weißglut treibst... weil ich dich... aaaargh..."
Ich (laut): "Lass mich doch schnippisch sein, wenn mir danach ist..."

So verlaufen momentan der Großteil unserer Gespräche - Anschuldigungen oder schnippische Bemerkungen meist von meiner Seite... jetzt würde mich aber doch mal interessieren - reagiere ich wirklich teilweise zu emotional?
Meiner Meinung nach - nein... aber mich würde doch wirklich mal das eine oder andere Kommentar interessieren, zu folgenden Themen, die mich immer wieder auf 180 bringen...

1) seltenst bekomme ich eine sinnvolle Antwort. Gut, damit kann ich beinahe schon leben. Aber es nervt gewaltig. Das rennt dann z.B. so ab:
Ich: "Wann holst du Krümel ab?"
Er: "Ja eh so halt irgendwann *lach*"
Aaaargh... da könnte ich ihm jedesmal an die Grugel springen *mecker* Es gibt ungefähr eine Million Beispiele wo ich keine verwertbare Antwort bekommen, das ist jetzt mal nur eines davon...

2) Wir haben die Vereinbarung, dass Krümel jedes zweite Wochenende bei Herrn Kindsvater ist. Meiner Meinung nach würde ein Vater, der seine Tochter doch angeblich sooo vermisst, das Kind so früh wie möglich abholen und so spät wie möglich heimbringen? Oder? Neee... Samstags wird sie zwischen 12 und 14 Uhr abgeholt (wenn ich mich mal erdreiste ihn zu bitten früher zu kommen, weil ich auch mal was vorhabe... uuuhhh... grosse Diskussionen, warum und wieso und keine Ahnung ob sich DAS wohl ausgeht...) und Sonntags um 17 Uhr nach Hause gebracht. Gut Sonntags muss sie ja etwas früher hier sein, weil sie ja rechtzeitig ins Bett muss um am nächsten Tag für den Kindergarten fit zu sein - aber ich hab ihm schon ein paar Mal das Angebot gemacht, wenn sie bei ihm ißt, dann würde es auch um 19 Uhr genügen - nö, lieber bringt er sie um 17 Uhr heim. Ärgert mich hauptsächlich deswegen, weil der ganze Samstag im Ar... ist - und zwar für alle. Ich kann nicht wirklich was mit dem Tag anfangen, wenn Herr Kindsvater sich nämlich endlich mal herbequemt, sitzt er meist noch ca. eine Stunde hier rum und trinkt Kaffee. Und der halbe Tag ist dann ohnehin schon gelaufen. Dann noch einkaufen gehen und das war´s eigentlich auch. Und auch Krümel hat ja nicht viel davon - was macht er denn am Nachmittag noch mit ihr? Nichts! Bei seiner Mutter sitzen... wie auch immer... (nebenbei frage ich mich, wenn er sie doch so vermisst und die Zeit mit ihr so genießt, warum holt er sie eigentlich nicht schon am Freitag? Aber die Antwort kommt noch...)

3) Herr Kindsvater steht verkatert in der Tür um seine Tochter abzuholen. Geht´s eigentlich noch??? An den Wochenenden wo Krümel bei mir ist, kann er sich meinetwegen rund um die Uhr volllaufen lassen - aber muss es am Tag bevor er Krümel holt sein? Kann ein Vater sich nicht soweit beherrschen eben ein Wochenende mal nicht mit den Kumpels saufen zu gehen, wenn er weiß, dass seine Tochter am nächsten Tag bei ihm ist? Ich hab ihm gesagt, wenn er das noch einmal macht, dann kann er sich gleich wieder umdrehen und gehen. Dann muss er sich eben vorher überlegen was ihm wichtiger ist - ein Abend saufen oder ein Wochenende mit seinem Kind. Zu emotional? Ich glaube nicht...

4) Er ist unzuverlässig. Hängt direkt mit Punkt 3 zusammen. Ausgemacht ist beispielsweise er soll Krümel um 10 Uhr abholen, weil ich zu Mittag etwas vorhabe. Um 10:30 rufe ich ihn an wo er bleibt. Antwort: "Ich fahr jetzt eh weg" Schön. Freut mich. Du hättest ja bloß vor 30 Minuten hier sein sollen. Dass dann Krümel alle paar Minuten fragt: "Wann kommt der Papa?" ist ja schließlich nicht so wichtig, oder? Nebenbei bemerkt nerven mich auch diese oben erwähnten Zeitangaben "zwischen 12 und 14 Uhr". Entschuldigung, solche "Termine" bekommt man bei irgendeinem Lieferservice, kann ich mir, wenn es um mein Kind geht, keine konkrete Zeit ausmachen? Vorallem da Krümel sehr wohl schon die Uhr kann - mit dem Begriff "zwischen" fängt sie allerdings noch nicht viel an...

5) Ich finde es einfach traurig, dass ihn sein Kind anscheinend so wenig interessiert. Schon bei der Trennung habe ich ihm gesagt, dass er seine Tochter JEDERZEIT sehen kann (natürlich schon mit anrufen, schließlich sind wir auch nicht rund um die Uhr zu Hause). Ich verstehe einfach nicht, warum er das nicht nutzt. Zig andere Väter wären froh, wenn sie ihr Kind öfter sehen könnten. Ein Freund von mir hat beispielsweise gerade das Problem mit der Ex, dass er seinen Sohn kaum sehen darf - der wäre froh, wenn er mehr Zeit mit ihm verbringen dürfte. Nicht aber Herr Kindsvater. Gut, er holt sie fast jeden Freitag ab - und wozu? Entweder damit er sie einfach nur nach Hause bringt (also ungefähr 20 Minuten mit ihr verbringt) oder maximal noch einkaufen fährt mit ihr (also in einen Supermarkt - nicht das hier jemand glaubt er würde ihr shoppen gehen - neee...).

Das sind jetzt "nur" mal die Punkte die mir so spontan einfallen, weil sie auch aktuell sind. Reagiere ich hier wirklich zu emotional? Nein, ich glaube nicht. Und es regt mich jedesmal unheimlich auf. Auch wenn ich mir vornehme, mich nicht mehr darüber zu ärgern, weil es ja eh nichts bringt und nichts ändert. Aber trotzdem ärgere ich mich jedesmal maßlos darüber!
Meinungen und Ratschläge jederzeit erwünscht ;)

4
Mai
2009

Des Rätsels Lösung

Vor einigen Tagen habe ich hier angemerkt, dass ich irgendwie erledigt bin. Ja, des Rätsels Lösung: Kayla ist mal wieder krank :( Angina samt angeschwollenen Lymphknoten (wie auch immer man das schreibt =)) Ein paar Tage ohne Stimme (gaaanz schlimm für meine Wenigkeit *gg*) und wirklich total erledigt. Jetzt geht es mir schon besser, allerdings bin ich auf ärztliche Anordnung noch bis Mittwoch daheim (jaja, da ist meine Ärztin streng - sie kennt mich eben schon zu gut und weiß, dass ich heute wieder arbeiten gegangen wäre und dann vermutlich in zwei, drei Wochen wieder daheim liege...)

Zu allem Überfluss ist nun auch Krümelchen krank :(( Ohrschmerzen und Schnupfen. Mittags werden wir mal zur Ärztin pilgern (natürlich mit Unterstützung von Oma - hauptsache, sie geht hin) und dann sehen wir weiter. Immerhin hat sie kein Fieber und sie wirkt auch nicht wirklich krank. Also besteht die Hoffnung, dass es "nur" eine Erkältung ist und (wie seinerzeit schon bei Meinereiner) diese sich leicht auf die Ohren legt.

Aber abgesehen davon geht es uns eigentlich ganz gut. Das Finanzielle haben wir nun soweit im Griff (dank Herzbube, was wirklich eine große Diskussion war...). Am Samstag wollte mich Herzbube eigentlich mit einem Essen und anschließendem Kino überraschen (wie süß *freu*). Nun, da ich aber leider krank war, ist das ins Wasser gefallen. Aber wir werden es nachholen und ich werde ganz brav ganz überrascht tun ;)

Meinen Geburtstag hab ich auch hinter mich gebracht. War... nun ja... nicht berauschend. Aber dafür wird es bald wieder ein Treffen beim Chinesen geben *mmmh* - schließlich hat ja alles Vor- und Nachteile ;)

Und nun werde ich mich wieder ins Bett begeben um nachher fit zu sein für die Ärztin. *wink*

23
Apr
2009

Irgendwie unrund

Momentan laufe ich irgendwie nicht richtig. Ich könnte den ganzen Tag einfach nur schlafen. Beinahe jeden Tag schlafe ich um 20:30 oder spätestens 21:00 ein. Ich bin richtig erledigt, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Und dabei stehen momentan nicht mal wirklich Überstunden an. Meistens komme ich rechtzeitig aus der Firma (maximal ein paar Minuten später). Auch daheim steht nicht mehr als die übliche Hausarbeit an (und teilweise kann ich mich nicht mal dazu aufraffen). Frühjahrsmüdigkeit? Oder was?

Keine Ahnung, jedenfalls bin ich derzeit richtig ausgepowert. Total groggy. Herzbube tut mir da irgendwie leid. Er steht daneben und macht sich Sorgen. Dabei muss er sich doch gar keine Sorgen machen. Ich denke, dass einfach der ganze Stress der letzten Zeit seine Rechnung präsentiert. Ich denke, dass ich einfach mal ein paar Tage bräuchte, wo ich wirklich abschalten kann. Ein paar Tage, an denen ich mich einfach um nichts kümmern muss. Und das schaffe ich einfach nicht. Selbst als Krümel die 10 Tage bei Herrn Kindsvater war, konnte ich nicht richtig abschalten. Zum einen, weil wir die Küche renoviert haben und ich versucht habe, ein bisschen Ordnung in die Wohnung zu bringen (was mir nur zu einem kleinen Teil gelungen ist...) zum anderen, weil mir einfach zu viel durch den Kopf geht...

Da sind die Bedenken, wie es mit Krümel weitergehen soll. Klar, der nächste Schritt wird über das Jugendamt sein. Mal sehen, was die so anbieten - aber auch hier melden sich Bedenken, weil ich unseren Ämtern nicht wirklich viel zutraue... Aber was bleibt mir anderes übrig? Ich weiß mir keinen anderen Rat mehr, bin mit meinem Latein am Ende. Es zerrt an meinen Kräften. Dann kommen nach wie vor die Sorgen über die Schule durch. Was natürlich idiotisch ist, da wir ja noch bis nächstes Jahr September Zeit haben. Aber ich mache mir trotzdem Gedanken, da in unserer Wunschschule mal wieder zu viele Kinder sind. Was heißt, dass Krümel höchstwahrscheinlich in eine andere Schule und damit auch in einen anderen Hort gehen muss. Ich befürchte, dass es den ganzen Erfolg, den wir bis dahin (hoffentlich) erzielen zerschlagen wird, wenn sie dann komplett aus ihrem Umfeld gerissen wird. Die Umstellung von Kindergarten auf Schule ist für ein Kind ohnehin schon ein einschneidendes Erlebnis, aber dann würde ja noch dazu kommen, dass sie umgeben ist von fremden Kindern (die sich untereinander vermutlich größtenteils kennen), von fremden Lehrern, von fremden Hortbetreuern... Nebenbei bemerkt habe ich dann niemanden mehr, mit dem ich mich arrangieren kann, wenn autonome Tage anstehen. Derzeit teile ich mir das mit einer Freundin, deren Kinder den gleichen Kindergarten/Hort besuchen wie Krümel, ein. Was auch praktisch ist, wenn eine von uns länger arbeiten muss, oder einen Termin hat, holt die Andere die Kinder ab. Geht dann aber nicht mehr. All das haben wir bei der Schulanmeldung auch der Direktorin gesagt. Sie kann das alles durchaus nachvollziehen, kann aber leider trotzdem keine Garantie geben, dass Krümel in diese Schule kommt...

Dann sind da natürlich die finanziellen Sorgen. Ich hab mir letztens mal angeschaut, wie es mit einem 30 Stunden Job aussehen würde. HAHA! Vergiss es. Ich habe ein paar 10 oder 20 Stunden Jobs gefunden, aber der Großteil ist 40 Stunden. Das geht sich aber mit dem Kindergarten nicht aus. Bei uns ist es in den meisten Büros so, dass man unter der Woche bis 17 Uhr arbeiten muß, dafür Freitags früher aus hat. Das ist ja sehr schön, nur wenn der Kindergarten um 17 Uhr schließt, kann ich schwer bis 17 Uhr arbeiten. Ausserdem kommt bei einem 40 Stunden Job die Überlegung dazu, was ich mache, wenn Krümel mal krank ist? Jetzt geht das ja relativ einfach, weil ich mir meine 4 Stunden am Tag einteilen kann. Und wenn z.B. meine Mama vormittags arbeiten ist, dann gehe ich eben einfach am Nachmittag arbeiten. Ist auch von meinem Chef aus kein Problem. Oder ich bleibe einen Tag daheim und mache am nächsten Tag dafür ganztags. Lässt sich also alles einrichten. Aber mit 40 Stunden? Da bin ich meinen Job schneller wieder los, als ich schauen kann...

Ja, das alles geht also mal wieder durch Klein-Kaylas Köpfchen... Kommt Zeit, kommt Rat... sagt man jedenfalls...

22
Apr
2009

Anwesend

Jaja, ich bin noch da - irgendwie halt...

Momentan geht es mal wieder ein wenig stressig zu. Krümel macht mir ein bißchen Kopfzerbrechen. Es wird wohl doch eine "Familientherapie" anstehen. Nächste Woche werde ich mich diesbezüglich mal beim Jugendamt erkundigen. So geht es nicht weiter. Die letzten Tage war ich etwas fertig. Krümel ist kaum noch unter Kontrolle zu bringen. Ich frage mich, woher sie diesen Umgangston hat. Wo sie lernt, nicht zu hören auch wenn man ihr etwas 5 mal sagt. Jaaa... ich weiß, das Alter... und jaaa... ich weiß auch, die Situation... da es aber so nicht weitergehen kann, werde ich mal mit dem Jugendamt reden, ob es da nicht Möglichkeiten gibt eine Familientherapie gemeinsam mit Herrn Kindsvater zu machen. Wir müssen Kindererziehungstechnisch einfach am gleichen Strang ziehen.
Freitag war es wieder mal so weit. Da sind bei mir sogar Tränen geflossen (und wer mich kennt, weiß, wie selten ich anfange zu weinen...) Ich bin einfach ausgepowert...

Morgen geht es zum Zahnarzt. Bin schon gespannt, wie das wird. Je nach Erfolg oder Misserfolg wird auch das ein Thema werden beim Psychologen oder Therapeut.

Samstag wird erstmal mein Burzeltag gefeiert *freu* Da möchte ich einfach mal wieder abschalten und nur den Tag / Abend genießen. Alles andere wird nächste Woche geregelt. Aber ein Wochenende einfach für mich. Das hab ich mir verdient. Jawohl!

Ich schick mal liebe Grüße in die weite Bloggerwelt ;)

Alltagsblabla
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